Das Konzept

  

Prozess und Installation

Konduktive Bodenerwärmung/Thermische in-situ Desorption (ISTD) erreicht die Bodenerwärmung durch thermische Konduktion und thermische Konvektion mit einem Netzwerk von elektrischen Heizelement, die vertikal in den Bodenkörper eingebaut werden. Die Heizelemente wie sie von GB Eco Solutions verwendet werden, können Temperaturen von bis zu 1,200°C erreichen. Typischerweise liegt die Betriebstemperatur bei Sanierungen von chlorierten Lösemitteln (CKW) bei ca. 700°C. Bei diesen Temperaturen werden die Schadstoffe von der Bodenmatrix desorbiert bzw. volatilisieren aus dem Grundwasser in die Bodenluft. Zur Entfernung der mit Schadstoffen beladenen Bodenluft werden im Sanierungsfeld Absaugbrunnen installiert. Die Abluft dieser Brunnen wird der Nachreinigung (Aktivkohlefilter oder thermische Nachverbrennung) zugeführt. Gegebenenfalls, bei geringen Grundwasserflurabständen, ist eine Grundwasserabsenkung auf ca.3m u. GOK erforderlich, um genügend ungesättigte Bodenzone und damit ausreichend Porenraum für eine effektive Bodenluftabsaugung zu schaffen. In Abb. 1 ist das grundsätzliche Layout einer ISTD-Installation dargestellt.

  

Performance Control

Zur Temperaturkontrolle wird das Sanierungsfeld mit Temperatursensoren ausgestattet, die ein laterales sowie vertikales Monitoring der Temperaturausbreitung ermöglichen. Die Datenerfassung erfolgt durch einen Datenlogger, der in definierten Zeitabständen die Temperaturen erfasst und über ein internetbasiertes Telemetrie-System der Datenauswertung zuführt. Um einen optimalen und energieeffizienten Verlauf der Bodenaufheizung sicherzustellen, werden auch die Temperaturen an den Heizlanzen erfasst. Somit ist es möglich, die Heizlanzen in einem definierten Temperaturfenster zu betreiben. Durch die Kontrolle der Schadstoffkonzentration in der Abluft mit einem mobilen Gaschromatographen kann eine entsprechende Massenbilanz über die ausgetragenen Schadstoffe aufgestellt werden. 

Sanierungszeiten

  

Üblicherweise betragen die Durchlaufzeiten einer thermischen Sanierung zwischen 90 - 180 Tage.   

Wesentlicher Einflussfaktor auf die Sanierungsdauer ist, bei gegebener Heiztemperatur, der Abstand der Heizelemente zueinander und deren Temperatur.

Weitere Faktoren, welche die Sanierungszeit beeinflussen, sind:

Wassersättigung zu Beginn der Sanierung (je feuchter desto länger der Sanierungszeitraum); 

· Porosität (je grösser desto länger der Sanierungszeitraum);

· Grundwasserspiegel;

· Grundwasserabstandsgeschwindigkeit;

· Schadstoffmasse;

· Sanierungsziel (je niedriger desto länger der Sanierungszeitraum).

Anwendungsbereiche

  

Einsetzbar auch bei mäßig bis schlecht durchlässigen, bindigen Böden;

Einsatztiefe bis ca. 12m uGOK;

Das ISTD-System kann auch unter Flur installiert werden, so dass im Sanierungsfeld auch der normale Betrieb (bei aktiven Standorten) weitergeführt werden kann;

Besonders gute Eignung für die Entfernung von BTEX und CKW;

Auch Schadstoffe mit Siedepunkten oberhalb von 100°C können entfernt werden;

Sanierung von Schadensquellen (Hotspots).